Aktuelles Agrar Vorharz

Aktuelles

Zertifizierte Qualität

Die Agrar Vorharz GbR erzeugt für die Hedwigsburger Okermühle im Vertragsanbau Qualitätsweizen. Wir verpflichten uns damit, uns von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft prüfen und zertifizien zu lassen. Im Zuge der Audits wurden auf unserem Betrieb wichtige Kriterien hinsichtlich Lebensmittelsicherheit, Nachhaltigkeit, Lagerstätten, Hygiene, Entsorgung sowie Pflanzenschutz und Düngung geprüft und entsprechende Aufzeichnungen (z. B. Ackerschlagkartei, Temperaturaufzeichnungen etc.) eingesehen. Diese Prüfung haben wir erfolgreich durchlaufen und erhalten ein DLG-Zertifikat, das unsere Qualitätsfähigkeit nach außen und gegenüber unserem Vertragspartner bestätigt.

 

Gleichzeitig hat unsere Tochtergesellschaft, die ADL Hallen GbR,  das QS-Siegel (Qualitätssicherung) erhalten. Es wird bestätigt, dass alle Anforderungen, die an die Lagerung und den Umschlag von Rohstoffen für die Futtermittelherstellung gestellt werden, erfüllt werden. Hochwertige und sichere Futtermittel sind entscheidend für die optimale Ernährung der Tiere. Damit sind Futtermittel auch relevant für die Lebensmittelkette, also für die Produktion von Fleisch und Wurst.  



April 2019: Aussaat der Zuckerrüben

Zuckerrübenaussaat Agrar Vorharz

Nachdem es Ende Februar zunächst schon einmal so aussah als könnten wir recht früh in die Saison starten und bei Zeiten die Zuckerrüben bestellen, hat der März mit erfreulichen 70 mm Niederschlag (die nach einem viel zu trockenen Februar bitter nötig waren) die Arbeiten auf dem Feld noch einmal verzögert.

 

Am 29. März 2019 konnten wir dann bei milden Temperarturen und einer guten Bodengare (Zustand des Bodens für die Aussaat) mit der Zuckerrübenaussaat beginnen und diese – nach einigen kleinen Problemen mit der Technik am 2. April 2019 abschließen.

 

In Abständen von etwa 22 Zentimeter werden bei der Aussaat etwa fünf Millimeter große, in runden Pillen eingeschlossene Rübensamen in den Boden abgelegt. Bei günstiger Witterung, d.h. einer Bodentemperatur über sieben Grad Celsius, keimen die Samen zügig und die kleinen Rübenpflanzen sind nach etwa zwei Wochen sichtbar. Die ist aktuell der Fall.

Zuckerrübe Agrar Vorharz

In den kommenden Wochen wachsen nun die Blätter zunächst schneller als der Rübenkörper. Eine Zuckerrübenpflanze bildet bis zu 60 weit ausladende Blätter, mit denen sie das einfallende Sonnenlicht optimal einfangen und für die Fotosynthese nutzen kann. Sechs bis acht Prozent der eingestrahlten Lichtmenge wird in Zucker umgewandelt – ein Spitzenwert bei Kulturpflanzen. Zuckerrüben haben einen moderaten Wasserbedarf – er liegt 50 Prozent unter dem des Zuckerrohrs. Mehr als 90 Prozent der mit Zuckerrüben bestellten Ackerflächen werden nicht oder nur minimal bewässert.

 

Unter guten Wachstumsbedingungen entwickeln sich in rund 180 Tagen Rüben mit einem Gewicht von 1,0 bis 1,5 Kilogramm. Je länger die Rüben im Boden bleiben, desto höher ist ihr Ertrag. Erst wenn die Tagestemperatur unter sechs Grad Celsius sinkt, verbraucht die Pflanze mehr Zucker, als durch die Fotosynthese erzeugt wird. Daher versucht der Landwirt mit der Ernte so spät wie möglich zu beginnen. In der Regel dauert die Rübenernte – auch Kampagne genannt – in Mitteleuropa von Mitte September bis Ende Dezember.

 

Und wussten Sie…

  • dass Zuckerrüben seit mehr als 175 Jahren in Norddeutschland angebaut werden?
  • dass anders als für den Anbau von Zuckerrohr in Übersee der heimische Anbau von Zuckerrüben zu keinen Umwelt- und Sozialproblemen (Regenwaldrodung, Gewässerverschmutzung, Dumpinglöhne für Plantagenarbeiter, etc.) führt und nachhaltig ist?
  • dass in Deutschland keine gentechnisch veränderten Zuckerrüben angebaut und zu Zucker verarbeitet werden?
  • für die Produktion von einem Kilogramm Zucker etwa acht bis neun Zuckerüben benötigt werden, was einer Anbaufläche ungefähr von 1 Quadratmeter entspricht?
  • dass der aus einem Hektar (10.000 m²) Zuckerüben produzierte Zucker den Jahresverbrauch von 320 Menschen deckt?
  • dass Feld von der Größe eines Hektars (10.000 qm) soviel Sauerstoff produziert wie 120 Menschen jährlich zum Atmen brauchen?
  • dass Feld von der Größe eines Hektars (10.000 qm) etwa 35 t Kohlendioxid (CO2) bindet? Wir bauen dies Jahr 115 ha Zuckerrüben an.

 Haben Sie Fragen dazu, sprechen Sie uns gern an!

 

Ihre Agrar Vorharz, der Familienbetrieb von Nebenan


Zum aktuellen Stand der Witterung

Nach dem sehr nassen Jahr 2017 folgte – ziemlich unerwartet – eins der trockensten Jahre seit über fast 60 Jahren. Monate ohne nennenswerte Niederschläge in unserer Region mit Temperaturen weit über dem Mittel und heißen Winden dörrten das Land aus. Die Natur hat gelitten und die Landwirtschaft somit auch. Am Ende des Jahres fehlten 165 Liter/ qm gegenüber dem langjährigen Durchschnitt.

 

Das erste Quartal 2019 brachte leicht überdurchschnittliche Niederschläge. Nach wie vor haben wir aber ein deutliches Niederschlagsdefizit, dass zu deutlichen Entwicklungs- und Wachstumsdepressionen der Kulturpflanzen führen wird, sollte es in den kommenden acht Wochen nicht zu einem Ausgleich kommen. Im Durchschnitt der letzten 17 Jahre fielen an unserem Standort im Mai, Juni und Juli zusammen rund 170 Liter/qm Regen. Der April ist bisher allerdings schon wieder zu trocken. Es bleibt also abzuwarten, wie sich das Wetter in der weiteren Vegetationsperiode entwickelt.


Aus Sicht der Landwirtschaft, der Forstwirtschaft und der Natur an sich ist auf ein Frühjahr mit mäßigen Temperaturen und ergiebigen Niederschlägen zu hoffen!


Offener Brief an die Landtags- und Bundestagsabgeordneten aus der Vorharz-Region zur Novelierung der Düngeverordnung

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

mit großer Sorge wende ich mich mit dem heutigen Schreiben an Sie und möchte Sie um Hilfe bitten.

 

Hintergrund und Anlass zur Sorge ist der aktuelle Referentenentwurf zur Änderung der am 02.06.2017 (erst) in Kraft getretenen, sogenannten „Neuen Düngeverordnung“.

 

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März 2018

Raps März 2019 Agrar Vorharz

Nach einem insgesamt erneut sehr milden Winter mit durchschnittlichen Niederschlägen starten wir nun Mitte März endgültig in die Saison. Sah es zunächst im Februar bereits so aus als würde die Arbeit auf dem Feld beginnen sorgte die erste Märzhälfte mit kühleren Temperaturen und normalen Niederschlägen dafür, dass die Vegetation nun erst richtig in Fahrt kommt. Es bewahrheitet sich die alte Bauernregel „im Märzen der Bauer die Rösslein anspannt“.

 

Die Rapsbestände sind mittlerweile mit Dünger versorgt der den Pflanzen – das des Regens in der ersten Märzhälfte - auch endlich zur Verfügung steht. Obwohl wir in den letzten drei Monaten im Durchschnitt eine für unsere Region durchschnittliche Niederschlagsmenge verzeichnen konnten, fehlen aber im Unterboden nach wie vor rund 150 l/qm Wasser.

 

Die Felder erholen sich zwar derzeit von den anhaltend trockenen Bedingungen im Herbst und Winter verbundenen Bedingungen, da Wasser im Oberboden zur Verfügung steht, der weitere Verlauf der Vegetationsperiode hängt aber ganz maßgeblich davon ab, wie sich die Witterung der kommenden Monate entwickelt. Ähnliche Verhältnisse wie im vergangenen Jahr würden eine Katastrophe bedeuten. Wir können also nur auf ein normales Jahr 2019 hoffen!

 

Weitere Arbeiten sind auf dem Feld noch nicht erfolgt. Die Düngung der Getreidefelder steht nun aber an, in einigen Beständen müssen Unkräuter bekämpft werden und die Vorbereitung der Mais- und Zuckerrübenaussaat steht an. Wir freuen uns auf die bevorstehenden Aufgaben!


November und Dezember 2018

Es ist immer noch zu trocken. Im November fielen 22 mm Regen. Das ist – wie in den Vormonaten auch – deutlich weniger als der Monatsniederschlag im langjährigen Schnitt. Der Dezember hat milde und kühlere Phasen und nähert sich von der Niederschlagsmenge dem Mittel der Jahre an. Der Ausgleich der fehlenden Wassermengen aus dem Sommer ist aber bisher noch nicht geschaffen.

 

Das letzte Jahr mit einem vergleichbar niedrigen Jahresniederschlag in unserem Raum war 2006 mit 454 mm. Das Jahresmittel über die letzten 16 Jahre liegt bei 685 mm.

 

Wir hoffen auf einen feuchten Winter und ein kühleres, ebenfalls Niederschlagreiches Frühjahr.

Pflanzenschutz im Getreide

 

Getreide

 

Sowohl der Weizen als auch der Dinkel sind – den Umständen entsprechend – normal entwickelt. Ob diese Bestände im Frühjahr einen normalen Ertragsaufbau vollziehen können, hängt allein vom Wetter ab. Der Winter darf keine Kahlfröste mit sich bringen. Darüber hinaus brauchen wir viel Regen, damit sich der Bodenspeicher, der restlos entleert ist, wieder füllen kann.

 

Rapsumbruch

 

Raps

Aufgrund der großen Trockenheit haben sich unsere Rapsbestände nicht so entwickelt wie erhofft. Im September mussten wir aufgrund der mangelhaften Entwicklung der Bestände 50% umbrechen. Alternativ stehen auf diesen Flächen nun zur Ernte 2019 Stoppelweizen und Energiemais.

 

Zuckerrüben roden

 

Zuckerrüben

Nach einem bescheidenen Start in die Zuckerrübenkampagne mit Erträgen zwischen 40 und 50 t/ha Zuckerrüben hat sich die Lage mit den Folgelieferungen leicht entspannt. Mittlerweile liegt der durchschnittliche Rübenertrag bei 57,5 t/ha. In Verbindung mit dem ungewöhnlich hohen Zuckergehalt von über 20% scheint es uns doch zu gelingen, die mit der Nordzucker AG geschlossenen Anbauverträge zu erfüllen. Die Lieferung der letzten 40 ha Zuckerrüben – von guten Böden - steht noch aus. Wir sind gespannt.

 

Oliver Zalesinski

 

Stand der Arbeit auf dem Feld

Das Jahr 2018 ist ackerbaulich abgeschlossen. Alle auf dem Feld erforderlichen Arbeiten sind erledigt, die meisten Maschinen gereinigt und eingewintert.

 

Betriebliche Veränderungen

Zum 01.01.2019 begrüßen wir Oliver Zalesinski ganz herzlich als neues Mitglied im aktiven Team der Agrar Vorharz GbR. Wir freuen uns auf eine gute und lange Zusammenarbeit!


Oktober 2018

Dem trockenen und heißem Sommer folgte ein ebenso niederschlagsarmer Herbst mit ungewöhnlich hohen Temperaturen. Im gesamten Jahr 2018 fielen bislang nur 380 mm Niederschlag. Die Menge liegt damit nur bei rund 50 % der durchschnittlichen Niederschlagsmenge von 700 mm/Jahr. Das letzte vergleichbar trockne Jahr war 2006.

 

Die derzeitige Feldkapazität, ein Kennwert für die Wasserspeicherfähigkeit des Bodens, liegt etwa bei – 500 mm. Wir hoffen auf Regen und einen feucht-nassen Winter!

Stoppelweizen Agrar Vorharz

Raps

Ende August/ Anfang September haben wir optimistisch und mit der Hoffnung darauf, dass es doch nun irgendwann mal wieder regnen muss, 122,6 ha Winterraps bestellt. Der Raps lief allerdings sehr unterschiedlich auf. Nachdem gut 20 mm Regen fielen, hofften wir, dass nun der Bann gebrochen wäre. Doch leider folgten wieder Temperaturen von über 20° Grad und Süd-Ostwind.

 

Nur ein Teil der Rapsbestände konnte sich ausreichend entwickeln. Wir sahen uns gezwungen, 45 % der Fläche umzubrechen. Auf 55 ha wurde Stoppelweizen nachgedrillt.

Zuckerrüben Agrar Vorharz

Zuckerrüben

Die ersten 25 % der Zuckerrübenflächen, rund 35 ha, konnten bereits Anfang Oktober gerodet und am 12.10.2018 ans Werk geliefert werden. Der Ertrag liegt bisher bei 517,5 dt/ha mit einem Zuckergehalt von 19,72 %. Dies ergibt einen Zuckerertrag von 10,20 t/ha. Der Werksdurchschnitt in Schladen beläuft sich derzeit auf11,05 t/ha Zucker. Wir liegen damit nur leicht darunter. Die erste Lieferung wurde auf den schlechtesten Standorten geerntet: 12 ha toniger Boden auf einem trockenen Standort. Wir sind somit zufrieden. Mehr war in diesem Jahr unter den ungünstigen Bedingungen nicht drin.

 

Zuckerrüben-Roder Agrar Vorharz

 

 

Am 23.10.2018 wurde die Zuckerrüben-Ernte fortgesetzt.

Daher kann auch in Kürze der zweite Schwung des Winterweizens nach Zuckerrüben bestellt werden.

 


01.05.2018

Rapsblüte

Gelb erstrahlen die Rapsfelder, die Bienen sind eifrig auf der Suche. Nun muss der Raps anfangen Schotenansätze zu bilden.

 

Nach der guten Vorarbeit des Farmet Kompaktomat 600 sind die Zuckerrüben mit der Monopil S Rübendrille erfolgreich in die Erde gekommen. Der Reihenschluss ist durch die sehr warme Witterung Mitte April schon zu erkennen.

 

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21.02.2018

Die Bodenprobe - Basiswissen für den erfolgreichen Ackerbau

Entgegen der landläufigen Meinung ist es nicht so, dass die Landwirtschaft allgemein einfach wie wild Dünger auf ihre Felder fährt. Zumindest trifft dies auf die Region Südostniedersachsen zu, wo es kaum Vieh und daher auch keine Entsorgungsprobleme von organischen Düngern gibt. Dies macht auch gar keinen Sinn, da eine Überdüngung der Kulturen nicht nur einen ökologischen sondern auch einen ökonomischen Schaden für den Bauern bedeutet. Die meisten der bei uns ansässigen Höfe sind seit Generationen geführte Familienbetriebe deren Lebensgrundlage ein gesunder und intakter Boden ist. Nur wenn das Ökosystem Boden funktioniert kann dort auch eine ertragsbringende Landwirtschaft betrieben werden. Zudem gibt es die Düngemittel nicht um sonst. Wir als Ackerbaubetrieb müssen diesen teuer einkaufen. 


Es liegt daher also auch in unserem ureigensten Interesse nur so viel Dünger auszubringen wie nötig, denn ein Gewinn kann grundsätzlich (bei jeder Unternehmung) nur erwirtschaftet werden, wenn der Ertrag höher ist als der Aufwand. Und: Wir leben mit unseren Familien davon was übrig bleibt!

 

Deshalb kennt der Bauer seine Felder genau, überprüft deren Zustand regelmäßig und pflegt sie wo es geht. Wir wissen genau welchen pH-Wert, welchen Gehalt an Stickstoff, Kali, Phosphor, Kalk und an Spurennährstoffen der Boden enthält und wieviel die Pflanzen davon zum Wachsen brauchen. Ein altes und sehr wichtiges Beobachtungsinstrument ist die Entnahme und Analyse von Bodenproben vor Beginn der Vegetationsperiode welches alle Bauern seit langem nutzen und zu deren Dokumentation sie im übrigen auch verpflichtet sind.

 

Es ist Ende Februar und damit wieder soweit: Die Vegetation beginnt und damit die Arbeit auf dem Feld. Haben Sie in den vergangenen Wochen eine Person mit Eimer und Stock über ein Feld laufen sehen oder ein Quad mit Bohrgestänge am Heck so wissen Sie jetzt, es war ein Bauer oder eine von ihm beauftrage Firma die mal wieder Bodenproben zieht um zu wissen wie die Versorgung der Feldfrüchte im Laufe der Vegetation vorgenomen werden muss.

 

Wenn Sie Fragen zur modernen Landwirtschaft haben sprechen Sie uns an. Wir erklären Ihnen unsere Arbeit gern!